<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss'><id>tag:blogger.com,1999:blog-27031415</id><updated>2009-02-21T10:59:42.932+02:00</updated><title type='text'>Nante Götze</title><subtitle type='html'>Artikel, Beiträge und Gedanken über Anarcho-Syndikalismus und Freiheit in Deutschland, Rumänien und der Welt</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://nantegoetze.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nantegoetze.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Nante</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14847438548820507686</uri><email>noreply@blogger.com</email></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>4</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-27031415.post-114614904664302604</id><published>2006-04-27T17:37:00.000+03:00</published><updated>2006-04-27T17:46:07.683+03:00</updated><title type='text'>Buchbesprechung: "Syndikalismus im Ländle" - Die Freie Arbeiter Union Deutschlands in Württemberg</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/128/2838/1600/syndikalismusimlaendle.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/128/2838/320/syndikalismusimlaendle.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Buchbesprechung: Helge Döhring: „Syndikalismus im „Ländle“ – Die Freie Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) in Württemberg 1918 bis 1933“ &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die sozialistische Arbeiterbewegung in Deutschland bestand seit der ideellen und organisatorischen Trennung von der Sozialdemokratie aus verschiedenen eigenständigen Strömungen. Die größte davon wuchs sich aus dem Spartakusbund zur Kommunistischen Partei aus. Das es zur gleichen Zeit eine revolutionäre Arbeiterbewegung in Form einer selbstorganisierten, klassenkämpferischen Gewerkschaft gab, ist dagegen kaum bekannt. Nun ist ein Buch erschienen, das sich in einer Lokalstudie dieser Gewerkschaft, der Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD) annimmt und ihre Spuren, Aktivitäten und Personen in Württemberg zum Gegenstand hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das 224 Seiten starke Werk besticht durch die fundierte Erarbeitung der Spuren dieser anarchosyndikalistischen Bewegung in Württemberg, zu deren geistigen Vätern unter anderem Rudolf Rocker und Peter Kropotkin zählten. In 11 Kapiteln wird den Spuren des organisierten Syndikalismus nachgegangen. Dabei werden die zentralen Fragestellungen erörtert, unter welchen Bedingungen die syndikalistische Bewegung sich entwickeln konnte und welche Faktoren sie an ihrer Entfaltung hinderten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Syndikalisten entstanden aus den lokal organisierten Gewerkschaftsverbänden der „Lokalisten“. Im Jahr 1919 vereinigten sie sich mit weiteren unabhängigen Gewerkschaftsgruppen zur „Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD – Syndikalisten)“.&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu den konkurrierenden Gewerkschaftszentralen, die von einem Vorstand angeleitet wurden, der auch die Kontrolle über Kämpfe und Aktionen ausübte, bestimmten in den syndikalistischen Ortsvereinen der FAUD die Arbeiter eigenständig über Streiks und weitere Kampfformen. Entscheidungen wurden an der Basis von den Mitgliedern getroffen. Das Ziel der Syndikalisten gibt die „Prinzipienerklärung des Syndikalismus“ wieder. So heißt es dort:“ Die Syndikalisten...sind prinzipielle Gegner jeder Monopolwirtschaft. Sie erstreben die Vergesellschaftung des Bodens, der Arbeitsinstrumente, der Rohstoffe und aller sozialen Reichtümer; die Reorganisation des gesamten Wirtschaftslebens auf der Basis des freien, d.h. des staatenlosen Kommunismus, der in der Devise: "jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach, seinen Bedürfnissen!" seinen Ausdruck findet.“ &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;In logischer Konsequenz dieses „Sozialismus von unten“ führte die Prinzipienerklärung deutlich aus, das die „Syndikalisten der Überzeugung sind, daß die Organisation einer sozialistischen Wirtschaftsordnung nicht durch Regierungsbeschlüsse und Dekrete geregelt werden kann, sondern nur durch den Zusammenschluß aller Kopf- und Handarbeiter in jedem besonderen Produktionszweige: durch die Übernahme der Verwaltung jedes einzelnen Betriebes durch die Produzenten selbst und zwar in der Form, daß die einzelnen Gruppen, Betriebe und Produktionszweige selbständige Glieder des allgemeinen Wirtschaftsorganismus sind, die auf Grund gegenseitiger und freier Vereinbarungen die Gesamtproduktion und die allgemeine Verteilung planmäßig gestalten im Interesse der Allgemeinheit.“ &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Damit standen sie auch im politischen Gegensatz und Kampf mit den autoritären Strömungen der Arbeiterbewegung, wie der SPD und der KPD. Die „Prinzipienerklärung“ sagt weiter: „Die Syndikalisten sind der Meinung, daß politische Parteien, welchem Ideenkreis sie auch angehören, niemals imstande sind, den sozialistischen Aufbau durchführen zu können, sondern daß diese Arbeit nur von den wirtschaftlichen Kampforganisationen der Arbeiter geleistet werden kann. Aus diesem Grunde erblicken sie in der Gewerkschaft keineswegs ein vorübergehendes Produkt der kapitalistischen Gesellschaft, sondern die Keimzelle der zukünftigen sozialistischen Wirtschaftsorganisation. In diesem Sinne erstreben die Syndikalisten schon heute eine Form der Organisation, die sie befähigen soll, ihrer großen historischen Mission und in derselben Zeit dem Kampfe für die täglichen Verbesserungen der Lohn- und Arbeitsverhältnisse gerecht zu werden.“ &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zu ihren organisatorischen Höchstzeiten umfasste, die sich später als anarcho-syndikalistisch definierende Bewegung, über 150 000 Mitglieder, die z.B. auch einen überdurchschnittlichen Anteil der Kämpfer im Ruhrgebiet gegen den rechtsextremen Kapp-Putsch stellten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die FAUD in Württemberg&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ausgehend von der Beschreibung der Rahmenbedingungen für den Aufstieg des Syndikalismus zur Massenbewegung nach 1918, beschreibt der Bremer Historiker Helge Döhring die Demographische Entwicklung und Industrialisierung und befasst sich dann mit der Revolution 1918/19 in Württemberg sowie dem Generalstreik im „Ländle“ von 1920. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Kern der Arbeit sind aber zweifelsohne die detailliert herausgearbeiteten Aktivitäten der lokalen FAUD-Gruppen Württembergs. Helge Döhring hat hier Pionierarbeit geleistet, in dem er – nach einer kurzen Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstands über den Syndikalismus und Anarchismus in Württemberg vor 1918 – auf die einzelnen württembergischen Ortsverbände eingeht. Dabei zeichnet er die jahrelange Existenz und Arbeit der Gruppen entsprechend der umfassend ausgeschöpften Quellenlage nach. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit bildet dabei die FAUD in Stuttgart, die in ihrer „Arbeiterbörse“ sowohl die Föderationen der Transportarbeiter, Bauarbeiter, Metall- und Industriearbeiter als auch die „Vereinigung aller Berufe“ vereinte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Detaillierte Beschreibungen finden sich auch zu weiteren Orten Württembergs. So konnte eine starke Aktivität der FAUD in Heilbronn nachgewiesen werden. Vor Ort bestanden anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderationen der Bau- und Metallarbeiter, sowie eine „Vereinigung aller Berufe“, in der sich Lohnabhängige anderer Branchen organisierten. Über das deutsche Reich hinaus bekannte Anarchosyndikalisten hielten in Heilbronn Vorträge, unter ihnen der Sekretär der FAUD Geschäftskommission und spätere Spanienkämpfer Augustin Souchy sowie Rudolf Geist und Rudolf Rocker. Die Stadt Böckingen wird in der Untersuchung eigenständig behandelt, da Böckingen erst 1930 zu Heilbronn eingemeindet wurde. Hier existierte seit 1911 ein aktiver Verband syndikalistischer Arbeiter. Zum Heilbronner Emil Gerlach findet sich ein Porträt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Auch unter dem Hohenstaufen, in Göppingen war die FAUD eine bekannte und aktive Kraft der Arbeiterbewegung. Neben der Wahrnehmung gewerkschaftlicher Aufgaben waren ihre Mitglieder in der anarcho-syndikalistischen Buch- und Kulturgemeinschaft „Gilde freiheitlicher Bücherfreunde“ aktiv, deren Kopf der Metallarbeiter Karl Dingler war. Über den weit über die Organisations- und Stadtgrenzen hinaus bekannten und geschätzten Dingler findet sich im Anhang ein Nachruf Helmut Rüdigers aus dem Jahre 1950. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Weitere Kapitel finden sich zu Dettenhausen, Eislingen, Eltingen, zu den heutigen Stuttgarter Stadtteilen Feuerbach und Gablenberg, zu Leonberg, Esslingen, Pliezhausen, Reutlingen, Ulm und Wendlingen. Die Stadt Tuttlingen nimmt bei der Untersuchung eine besondere Stellung ein. So führt der Verfasser über den Tuttlinger Ortsverein der FAUD aus: „Die FAUD Tuttlingen nahm in Württemberg nicht nur geographisch, sondern auch organisatorisch eine Sonderstellung ein...die lokale Organisierung verlief offensichtlich grundsätzlich in konspirativen Bahnen, wofür ... die über Jahre anhaltenden schweren Arbeitskämpfe und handfesten Auseinandersetzungen zwischen Arbeiterschaft und Unternehmen/Polizei sprechen.“ (S.165)&lt;br /&gt;Eigenständiger Untersuchungsgegenstand ist auch die anarcho-syndikalistische und anarchistische Jugendbewegung Württembergs. Die verschiedenen Vorstellungen, nach denen die Jugend entweder in erster Linie eine Kulturbewegung sein sollte – inklusive Nacktkultur und individualistischer Betrachtungen des eigenen ich, oder aber eine proletarische, betriebliche Kampforganisation, entschieden die Befürworter des Klassenkampfes schließlich für sich. Aus ihren Reihen gingen dann auch mehrheitlich die anarcho-syndikalistischen Arbeiterwehren, die „Schwarzen Scharen“ hervor, die u.a. Veranstaltungen der Bewegung gegen Störungen durch Nazis und Parteikommunisten verteidigten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wie bereits beim Göppinger Beispiel angeführt, legten die schwäbischen Anarcho-Syndikalisten, bedingt auch durch eine beständige Marginalisierung, einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in die Aufklärung durch kulturelle und bildende Aktivitäten. So finden sich im Buch detaillierte Beschreibungen über die „Gilde freiheitlicher Bücherfreunde“, sowie die „Gemeinschaft proletarischer Freidenker“ . Die geschlechtsspezifische Organisation der Frauen wird anhand des „Syndikalistischen Frauenbundes“ behandelt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Einflüsse des organisierten Anarcho-Syndikalismus gab es in Württemberg darüber hinaus auch in anderen Bewegungen, welchen der Autor ebenfalls nachgegangen ist. So finden sich freiheitliche Spuren in Siedlungsprojekten und der Vagabundenbewegung. Dem Stuttgarter „Vagabundenkönig“ Gregor Gog ist ein Porträt gewidmet. Interessant ist auch die Abhandlung über den Begründer der Anthroposophie Rudolf Steiner zu lesen, der sich der revolutionären syndikalistischen Bewegung angebiedert hatte, von diesen aber einen Korb erhielt und sich dann vermögenderen Kreisen zuwandte. Sehr schön zu Lesen ist weiterhin das Kapitel über die Künstlerkolonie in Bad Urach, in der so bekannte Schriftsteller wie Theodor Plivier und Erich Mühsam verkehrten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das 7. Kapitel ist der Auseinandersetzung mit den Funktionären der kommunistischen Bewegung gewidmet. An einigen Beispielen wird hier das oftmals sehr gespannte Verhältnis zwischen den Anarcho-Syndikalisten und Mitgliedern der KPD nachgezeichnet. So wurde am 27.April 1927 eine Veranstaltung mit Rudolf Rocker in Stuttgart von anwesenden Kommunisten gestört, woraufhin der Referent in seinem Schlusswort darauf hinwies, das diese sich lieber einen „hohen Grad an Wissen aneignen sollten, statt in der Parteipolitik ihr Heil“ zu erblicken. Der Stuttgarter Karl Völker lehnte eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten sogar generell ab, da diese „die Parteiinteressen über die Klasseninteressen der Arbeiter“ stellten.&lt;br /&gt;Aus der Forschung heraus konnte der Verfasser auch Spuren der FAUD in Baden feststellen. In einem kleinen Kapitel werden somit auch die FAUD Ortsvereine in Gottmadingen, Konstanz, Rheinau und Singen analysiert. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;In seinem Schlußkapitel schließlich wertet Helge Döhring die Ergebnisse seiner Untersuchung aus. Er kommt dabei zu dem Ergebnis das für das „Gedeihen des Syndikalismus immer der Industrialisierungsgrad entscheidend war, unabhängig davon, ob es sich bei jenen Orten um (Groß-)Städte oder Dörfer handelte.“ Und weiter. „Die Chancen lagen immer dort, wo eine Ortschaft noch in den Anfängen der Industrialisierung und damit der organisatorischen Orientierung der Arbeiterschaft stand.“ Damit erklärt er die Marginalisierung der organisierten anarcho-syndikalistischen Arbeiter in Städten wie Stuttgart, Heilbronn oder Göppingen, allesamt Städte mit über langen Zeiträumen hinweg kontinuierlich arbeitenden FAUD-Gruppen. Denn: „Das Ende syndikalistischer Entwicklung war immer dort erreicht, wo die Arbeiterschaft bereits in den Zentralverbänden und politischen Parteien organisiert war.“ Auch handelte es sich bei der FAUD um eine originäre Arbeiterorganisation, wie umfangreich nachgewiesen werden konnte. Somit werden auch die verbreiteten Vorurteile, nach denen es sich bei den Anarcho-Syndikalisten um „kleinbürgerliche Elemente“ handeln würde, zurückgewiesen. Durch das hier zusammengetragene Material ergibt sich auch eine neue Beurteilung der Geschichte der Arbeiterbewegung in Württemberg, speziell für die Lokalgeschichte einiger Städte. Die lokale Geschichtsschreibung einiger dieser Städte wird nicht mehr umhin kommen die Anarcho-Syndikalisten als eigenständigen, aktiven und kontinuierlich arbeitenden Strang der Arbeiterbewegung zu behandeln. Helge Döhring hat mit seinem Werk Pionierarbeit geleistet, eine vergessene Bewegung und ihre Protagonisten aus dem Vergessen gerissen und ihre Geschichte nachgezeichnet. Dabei liest sich das Buch trotz der vielen Informationen hervorragend, man spürt das es mit dem Herzblut verfasst wurde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Zusätzlichen Gebrauchswert erhält das Buch durch ein angefügtes, knapp zweihundert Personen umfassendes Namens – sowie ein umfangreiches Orts Register, das bestens für eigene Nachforschungen geeignet ist. Ausgewählte Abbildungen runden den hervorragenden Gesamteindruck ab. Angefügt ist weiterhin ein Nachwort von Martin Veith, in welchem dieser unter anderem auf einen Erich-Mühsam Platz in Göppingen hinweist. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Helge Döhring hat hier ein gut lesbares und brauchbares Standartwerk zum Anarcho-Syndikalismus in Württemberg verfasst, das ich uneingeschränkt allen an der Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung interessierten empfehlen kann. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nante Götze, Bremen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Helge Döhring&lt;br /&gt;Syndikalismus im „Ländle“ – Die Freie Arbeiter-Union Deutschlands in Württemberg,&lt;br /&gt;224 Seiten, 16 Euro, Verlag Edition AV, &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.edition-av.de/" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;www.edition-av.de&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt; sowie &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.syndikalismus-im-laendle.tk/" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;www.syndikalismus-im-laendle.tk&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:78%;"&gt;ISBN 3-936049-59-9 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/27031415-114614904664302604?l=nantegoetze.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nantegoetze.blogspot.com/feeds/114614904664302604/comments/default' title='Postare comentarii'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=27031415&amp;postID=114614904664302604' title='0 comentarii'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default/114614904664302604'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default/114614904664302604'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nantegoetze.blogspot.com/2006/04/buchbesprechung-syndikalismus-im-lndle.html' title='Buchbesprechung: &quot;Syndikalismus im Ländle&quot; - Die Freie Arbeiter Union Deutschlands in Württemberg'/><author><name>Nante</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14847438548820507686</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='04506522995172794424'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-27031415.post-114614819787101355</id><published>2006-04-27T17:26:00.000+03:00</published><updated>2006-04-27T17:29:57.880+03:00</updated><title type='text'>Der Klassenkampf wird härter - Polizei gegen streikende ArbeiterInnen</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Schon beim Streik der Infineon-Kolleginnen und -Kollegen Ende letzten Jahres in München hat sich die „neue Linie“ der Staatsgewalt bemerkbar gemacht. Mit dem Einsatz massiver Gewalt wurden Streikposten von Polizisten geschlagen, um den Weg für angeheuerte Streikbrecher frei zu knüppeln. Die Unterstützung der Streikenden in München, sowohl von Seiten der lokalen Bevölkerung als auch die republikweite Solidarität von GewerkschafterInnen, unabhängigen Gruppen und Einzelpersonen, war groß. Dieser Streik hätte gewonnen werden können. Die Bereitschaft zu kämpfen, auch über eine lange Periode hinweg war da. Doch aus Angst vor einer Radikalisierung der Kolleginnen und Kollegen, aus Angst vor ihrem Machtverlust handelte die Führung der gelben Gewerkschaft IG Metall einen „Kompromiss“ mit der Geschäftsleitung von Infineon aus, ohne die Kolleginnen und Kollegen im Vorfeld davon zu informieren. So wurde der Streik zu einem Zeitpunkt abgebrochen als die Kampfbereitschaft auf einem Höhepunkt war, die KollegInnen und die Gesellschaft das brutale Vorgehen der Polizei diskutierten. In diesem Fall hat die Polizei deutlich gemacht ,das sie die Interessen des Kapitals - den Profit zu mehren - auch mit Gewalt gegen die um ihre Existenz kämpfenden Streikenden durchsetzen will. Das die IG Metall das selbe auf ihre Weise tut, in dem sie den Streik auf dem Höhepunkt der Aktivität beenden lässt, macht deutlich das es der sozialdemokratischen IG Metall nicht um die Interessen der Arbeitenden geht. Sie hat ein weiteres mal gezeigt das sie sich als Ordnungsfaktor für den „sozialen Frieden“ versteht. Die Interessen des Staates und des Kapitals sind ihr wichtiger als die Zukunft der streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter. Und als Disziplinierungsmaßnahme gegen aufmüpfige Streikende und Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter stellt sie gerne die Streichung der finanziellen Streikunterstützung drohend in den Raum. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Nun hat es also in Osnabrück wieder gekracht. Polizisten gingen schlagend und würgend gegen streikende Müllwerker vor [siehe nebenstehenden Bericht]. Damit schafften sie Zugang für die eilends herangekarrten und zwangsverpflichteten Hartz-IV Empfänger, die die Arbeit der Müllwerker nun für einen 1-Euro Stundenlohn verrichteten. Der lokale Kapitalistenverband begrüßte dieses Vorgehen und verteilte Gutscheine und Aufmerksamkeiten an die Streikbrecher. Wir werden sehen wie sich der Klassenkampf bei AEG in Nürnberg entwickelt, wann die Polizei dort einschreitet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in den Berichten über den seit über 100 Tagen aktiv geführten Streik gegen den Groß-Caterer „Gate Gourmet“ in Düsseldorf wird wiederholt über Polizeigewalt gegen Streikende und ihre UnterstützerInnen informiert. Kapitalinteressen sind im Kapitalismus eben wichtiger als menschliche Existenzen. Und die Polizei ist dazu da, diese durchzusetzen. Gesetze und Polizei sind schon immer die Ordnungsmittel der herrschenden Klasse zur Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheit und Ausbeutung gewesen. „Der Polizist ist der natürliche Feind des Arbeiters“ formulierte Georg Orwell diese Tatsache treffend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen keine Propheten sein, um zu sehen wie es weitergehen wird. Bereits jetzt steht eine ganze Reihe von angekündigten Massenentlassungen an, die 10.000den den Schritt in die Armut bringen wird. Denn ausreichend existenzsichernde Arbeitsplätze gibt es nicht. Eine ziemlich aktuelle Liste der Betriebe die Entlassungen angekündigt haben, findet sich unter: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://fau-bonn.de/Members/Hein/Stellenstreichen" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;www.fau-bonn.de.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Die Bundesregierung hat weitere Belastungen für junge Erwerbslose durchgesetzt. Wer unter 25 Jahren ist, hat gefälligst bei seinen Eltern wohnen zu bleiben und bekommt auch nur 80% des Regelsatzes von Arbeitslosengeld II. Die sozialen Kämpfe werden zunehmen. Die Auseinandersetzungen werden härter werden. Irgendwann wird der Punkt überschritten sein, wo streikende und kämpfende ArbeiterInnen und Erwerbslose sich widerstandslos von der Polizei oder privaten Sicherheitsdiensten schlagen lassen.&lt;br /&gt;Revolutionäre Gruppen sollten den kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeitern mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihre Erfahrungen aus den sozialen Kämpfen der letzten Jahren vermitteln. Auch ein Blick über den deutschen Tellerrand zeigt, das sich die arbeitende Klasse anderswo militant zur Wehr setzt. Sei es in Spanien, Frankreich oder den Niederlanden. Genauso wichtig ist aber von der Verteidigung in die Offensive zu gelangen. Dafür sollte der schädliche, kampfhemmende Einfluss der gelben DGB-Gewerkschaften zurückgedrängt werden.  Das kann schon damit beginnen das wir uns fragen weshalb Polizisten im DGB organisiert sind. Etwa um eine Freifahrtkarte für das Misshandeln ihrer Gewerkschaftskollegen von Verdi und der IG Metall zu erhalten ?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Noch wichtiger aber ist, sich vom DGB und anderen zentralistischen Organisationen unabhängig zu organisieren um so weit wie möglich deren schädlichen Einfluss auszuschalten und gleichzeitig die Kämpfe selber zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeiter müssen selber über ihren Kampf bestimmen und entscheiden, nicht Funktionäre ! Die Selbstorganisation in der syndikalistischen Gewerkschaft ist dafür ein Garant.&lt;br /&gt;Weiterhin müssen Lösungen gefunden werden, um den Streikbruch zwangsverpflichteter Erwerbsloser zu unterbinden und diese  - wie umgekehrt auch die ArbeiterInnen – in eine gemeinsame Kampffront einzubinden. Auch hier bietet sich die gemeinsame Selbstorganisation in der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaft an. Erwerbslose und Arbeitende stehen auf der selben Seite und dürfen sich nicht gegeneinander Ausspielen lassen. Gemeinsame Solidarität muss organisiert werden, die auch greift, wenn Erwerbslosen staatliche Leistungen aufgrund ihrer Solidarität gesperrt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Organisieren wir den Klassenkampf von unten !&lt;br /&gt;Revolutionäre, selbstorganisierte Gewerkschaften aufbauen !&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;21.02.2006&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/27031415-114614819787101355?l=nantegoetze.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nantegoetze.blogspot.com/feeds/114614819787101355/comments/default' title='Postare comentarii'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=27031415&amp;postID=114614819787101355' title='0 comentarii'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default/114614819787101355'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default/114614819787101355'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nantegoetze.blogspot.com/2006/04/der-klassenkampf-wird-hrter-polizei.html' title='Der Klassenkampf wird härter - Polizei gegen streikende ArbeiterInnen'/><author><name>Nante</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14847438548820507686</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='04506522995172794424'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-27031415.post-114614659130970665</id><published>2006-04-27T16:25:00.000+03:00</published><updated>2006-04-27T17:11:12.786+03:00</updated><title type='text'>Ein Leserbrief an die Karpatenrundschau</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/128/2838/1600/karpaten.0.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/128/2838/320/karpaten.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Im September letzten Jahres erschien in der in Rumänien in Brasov [z. deutsch Kronstadt] erscheinenden "Karpatenrundschau" ein Artikel über das 140 - jährige Bestehen des Helsdorfer Männerchores. Auf diesen Artikel verfasste ich einen Leserbrief, den die Zeitung nicht veröffentlichte. Was nicht überrascht, wenn man den politischen rechts-konservativen Hintergrund kennt. In einem Forum der deutschen Minderheit Rumäniens, der "Siebenbürger Sachsen" führte der Leserbrief zu einer kurzen Diskussion.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Leserbrief zum Artikel „Gründung des Heldsdörfer Männerchores vor 140 Jahren“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Karpatenrundschau vom 10.09.2005 wurde der Artikel „Gründung des Heldsdörfer Männerchores vor 140 Jahren“ von Karl Heinz Brenndörfer veröffentlicht. Der im Titel besagte Männerchor taucht dann auch hin und wieder in seinem Text auf. Doch die wirkliche Intention dieses Artikels liegt in der Diffamierung und Verächtlichmachung freiheitlicher, aufklärerischer Ideen und Gedanken sowie ihrer Träger in der deutschen Minderheit der Siebenbürger Sachsen in Rumänien. Im Artikel muss der Lehrer Daniel Weprich, seine Familie und seine freie Gemeinschaft als Projektionsfläche für die („nur“?) rechtskonservativen Positionen Brenndörfers herhalten. Schade das dieser versucht seinem Artikel einen objektiven Eindruck zu geben. Denn das ist der Artikel nicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Als Quellenangabe für seine recht detaillierte Beschreibung des Lebens Weprichs wird leider nur die ganz und gar nicht detaillierte Angabe gemacht, dass ein Schriftstück aus dem Nachlass von Dr. Hans Mooser über diesen Auskunft gebe. Welchen Umfang dieses Schriftstück hat und was es beinhaltet wird leider nicht angegeben. Das reicht aber dem Autor um Weprich als einen Menschen zu charakterisieren der „Recht und Rechte nur bei sich und Pflichten nur bei anderen“ sehen würde. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;So ganz Stimmig kann diese Aussage Brenndörfers aber nicht sein, denn wenn der Lehrer solch einen schlechten Charakter hatte, wie konnte er dann „viele junge Leute“ durch „seine Thesen anziehen“ ? Waren die „jungen Leute“ so einfältig und erkannten die angebliche Doppelzüngigkeit nicht ? Auf jeden Fall muss Brenndörfer am Ende seines Artikels eingestehen das diese „jungen Leute“ dem aus der „deutschen Gemeinschaft“ in Heldsdorf Ausgestossenen im Rahmen ihrer Möglichkeit halfen, was ja aber wohl niemand freiwillig tut der nicht von den guten Absichten des Betreffenden und dessen Integrität überzeugt ist, zumahl diese Hilfe von materiell Armen kam. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Nicht zu Entschuldigen ist das angeführte Schlagen der Schülerinnen in der Mädchenschule, wenn dies denn wahr ist. Denn wie gerne werden unliebsame Personen mit Dreck beworfen ? Und was eine rechte Volksgemeinschaft ist, die muss es mit der Wahrheit ja auch nicht so genau nehmen, wenn es um die Diffamierung eben jener Person geht, die nach konservativer Ansicht altherdurchgebrachte Traditionen ablehnt und neue Formen des Zusammenlebens praktiziert und propagiert. Böse Erfindungen und Lügen sind schon immer das Mittel derer gewesen die keine Argumente hatten und ihren Alleinvertretungsanspruch (Siehe z.B. die Kirche, Eliten in Diktaturen etc.) und ihrer Machtposition Angst hatten Verlustig zu gehen. Dabei wurden auch schon immer Menschen zum Lügen gezwungen. Und das zu allen Zeiten wie an unzähligen Beispielen zu belegen ist. Er selbst hat den Behauptungen, das er seine Schülerinnen Schlagen würde, „trotzig und fest“ widersprochen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Brenndörfer fährt im Artikel fort: Weprich ist zu spät in die Kirche gekommen (für wahr, ein harter Verstoss gegen deutsche Tugenden), er sei Nachlässig bei seinem Unterricht (Wodurch? Brenndörfer gibt an keiner Stelle eine Begründung dafür. Hat der Lehrer um 1860 den Kindern vielleicht Freiheiten des Geistes gelassen, was bei seinem sonstigen Engagement ja nahe liegt und war das der althergebrachten deutschen Schule ein Dorn im Auge ?). Er hat den Taubenmist nicht vom Altar entfernt. War der Pfarrer, der dies ja wohl auch bemerkt hat, sich zu fein dafür ? Wie „sammelte er jüngere Männer und ältere Burschen um sich“? Leider schreibt der Autor nicht welche Lieder damals gesungen wurden. Waren es Freiheitslieder ? Und dann taucht urplötzlich eine „Kampfgruppe für die Freiheit“ in Heldsdorf im Artikel auf. Das ist doch eine schöne Sache. Was hat der Autor dagegen wenn er dies in einem verächtlichen Ton schreibt ? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Der Lehrer Weprich, so scheint es durch den Artikel, ist eine Krankheit. Ein „Erreger“. Der ausgemistet gehört? Das sächsische „Bezirkskonsistorium“ bricht dann auch geltendes Recht, weil ihm die Entscheidung einer anderen Stelle zugunsten Weprichs nicht passt. Brenndörfer findet das in Ordnung und setzt zum Schluss seines Artikels an: Das konservative Heldsdorf wurde den ungeliebten Lehrer los indem es ihn der Schule verwies und er samt seiner Frau und seiner Kinder im kalten Winter, kurz vor Heiligabend aus der Gemeindebehausung auf die Strasse gesetzt wurde. Wahre Christenmenschen handeln so. Und seine Frau Rosina? Auch über diese kann der Autor „negatives“ Berichten. Sie war eine „Auswärtige“ und kam demzufolge nicht aus Heldsdorf was „bestimmte Kreise verstimmte“. Pfui. Ausserdem war sie auch noch anders gekleidet und trug keine Tracht. Sie trug sogar Kleider die sonst nur „die Frau Pfarrer“ trug. Ich frage mich: Wieviel Bosheit und Niedertracht steckte in der Heldsdorfer Bevölkerung, das diese durch ihre Verleumdungen und Ausgrenzungen diese Frau – wie Brenndörfer beschreibt - zum Selbstmord trieb. Gerettet in letzter Sekunde war sie danach „nur arg krank“ wie Brenndörfer weiter zu berichten weiss. Nette Zeitgenossen müssen das mehrheitlich gewesen sein. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Brenndörfer teilt die Auffassung der damaligen Dorfmehrheit über Weprich: Denn die Schuld an Ausgrenzung, Verbannung und dem materiellen Elend der Familie Weprich gibt er diesem selber. Nach Brenndörfer fehlte es dem Lehrer nämlich an „echtem, rechtem sächsischen Gemeindewillen, an dessen Kräftigung und Läuterung er als Lehrer hätte mitarbeiten sollen“ und da der Lehrer dafür „kein Verständnis fand, musste er daran mit seinem Lebensglück und mit dem Glücke seiner Familie zerschellen“.&lt;br /&gt;Bei soviel Bosheit und Gehässigkeit wie in diesem Artikel (wohlgemerkt ohne wirkliche Quellenangabe !), bei soviel subjektiver Kommentierung durch den Autor sind dann die beiden veröffentlichten Gedichte Weprichs das Licht am Horizont - Denn dieser liebte ganz offensichtlich seine ausgestossene und verleumdete Frau und wünschte sich und allen ein Leben in Würde und Freiheit fern der engen Fesseln einer unterdrückenden Tradition. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;Die Feststellung das trotz der Verbannung der Familie, diese von einigen Dorfbewohnern unterstützt wurde, („die Hilfe war Bescheiden“) ist ein weiterer Lichtstrahl dem Nachgegangen werden sollte. Denn es belegt dass offensichtlich Menschen aus den sog. unteren Schichten mit dem Lehrer symphatisierten, während Kirche, Ämter und Landbesitzer gegen ihn agierten. Weiterhin zeigt sich hierdurch das der Begriff der „Volksgemeinschaft“ reine Ideologie, reine Propaganda ist, um die bestehenden Interessensgegensätze in der Bevölkerung zu verdecken. Diese „Volksgemeinschaft“ scheut nicht vor dem Tod ihrer Kritiker zurück, sie ist jeder freiheitlichen Veränderung feindlich gesinnt. Weprich war ihr offensichtlich ein Stachel im Fleisch. Heldsdorf ist ein interessantes Feld für eine authentische Spurensuche nach der Geschichte von unten, wie sie sich wirklich zugetragen hat und wie sie in offiziellen Heimatbüchern und wahrscheinlich auch der Karpatenrundschau nicht zu finden sein wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nante Götze &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/27031415-114614659130970665?l=nantegoetze.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nantegoetze.blogspot.com/feeds/114614659130970665/comments/default' title='Postare comentarii'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=27031415&amp;postID=114614659130970665' title='0 comentarii'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default/114614659130970665'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default/114614659130970665'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nantegoetze.blogspot.com/2006/04/ein-leserbrief-die-karpatenrundschau.html' title='Ein Leserbrief an die Karpatenrundschau'/><author><name>Nante</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14847438548820507686</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='04506522995172794424'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-27031415.post-114614247710289809</id><published>2006-04-27T15:35:00.000+03:00</published><updated>2006-04-27T17:06:11.653+03:00</updated><title type='text'>Herzlich Willkommen</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/128/2838/1600/horea_troops.2.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/128/2838/320/horea_troops.1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer du den Weg zu diesem Blog gefunden hast sei herzlich willkommen. Du findest hier Kommentare, Artikel und Berichte zu den Themen Anarcho-Syndikalismus, soziale Kämpfe und Widerstand sowohl in Deutschland als auch weltweit. Ein spezielles Interessensgebiet ist Rumänien. Auch dazu finden sich hier Beiträge. Die Aktualisierung des Blogs erfolgt unregelmäßig...ich bitte also um Nachsicht, wenn hier einige Tage lang nichts geschehen sollte... Fragen, Kommentare und Beiträge sind mir immer willkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß mit diesem Blog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Bild zeigt aufständische rumänische Bauern in einer zeitgenössischen Darstellung. Bei dem Mann auf dem Pferd in der Mitte mit Säbel handelt es sich um den Revolutionär Horea. Bei dem Mann auf dem anderen um den Revolutionär Closca. Auf dem Bild fehlt Marciu Giurgiu, genannt Crisan. Um 1784 kämpften die Bauern im Apuseni Gebirge (Transylvanien - Bezirk Alba) gegen die Feudalherrschaft des österreichischen Kaisers, Ausbeutung und Leibeigenschaft durch "Fürsten" und für die Gleichberechtigung der Rumänen mit den anderen Ethnien des Landes. Nach ersten lokalen Aufständen um die Dörfer Campeni und Abrud breitete sich die Revolte über das ganze Gebirge aus. Im Dezember 1784 besiegten die Bauern die österreichischen Truppen bevor sie im Februar 1785 schließlich von einer großen Übermacht niedergemetzelt wurden. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, die Anführer Horea und Closca in Alba Iulia auf dem Rad zu Tode gefoltert. Crisan entging der Folter durch Selbsttötung. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;! Ehre ihrem Andenken !&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/27031415-114614247710289809?l=nantegoetze.blogspot.com'/&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://nantegoetze.blogspot.com/feeds/114614247710289809/comments/default' title='Postare comentarii'/><link rel='replies' type='text/html' href='https://www.blogger.com/comment.g?blogID=27031415&amp;postID=114614247710289809' title='0 comentarii'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default/114614247710289809'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/27031415/posts/default/114614247710289809'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://nantegoetze.blogspot.com/2006/04/herzlich-willkommen.html' title='Herzlich Willkommen'/><author><name>Nante</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14847438548820507686</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='04506522995172794424'/></author><thr:total xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'>0</thr:total></entry></feed>